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Günter Swiderski 

  

  

www.guenter-swiderski.de 

 

 

"Sich auf Farben einlassen und von ihnen im Innersten bewegen zu lassen, das gehört für Günter Swiderski zu den grundlegenden Voraussetzungen, der Malerei wach und mit Freude zu begegnen."(Kunsthistoriker Klaus Holländer)

 

 

Bereits 1930 vertrat der Künstler Theo van Doesburg bzgl. der sog. konkreten Kunst die Ansicht, dass Farbe die Grundsubstanz der Malerei, und somit jedes Bild ein „Farbgedanke“ sei. Er zog daraus den Schluss, dass Künstler ihre Arbeit „mit den Mitteln des Denkens“ angehen sollten. Obwohl es im Laufe der Zeit viele neue Kunsttheorien gegeben hat, hat die Malerei als Denkmodell immer noch Gültigkeit. Dies gilt auch für Günter Swiderski. Vor etwa 40 Jahren fand er zu seinem persönlichen Ausdruck – die für ihn typische Vorherrschaft von Farbe.

 

Günter Swiderski studierte 1954 bis 1960 an der Hochschule für bildende Künste in Berlin und war dort Meisterschüler bei dem expressionistisch arbeitenden Maler und Grafiker Max Kaus (1891-1977). Nicht von ungefähr dominiert in Swiderskis frühen Werken die gegenständliche Handschrift seines Lehrers.

 

1961 zog er mit seiner Frau, einer Ärztin, und den Kindern ins Saarland. Er betrieb sein Atelier zuhause, und deshalb lag es auf der Hand, dass er den Haushalt und die Kinder versorgte. Weil ihm die Zeit für die Realisierung seiner eigenen künstlerischen Ideen oft fehlte, entstanden in den 1970er und 1980er Jahren nur wenige „fertige Bilder“. Dennoch vollzog sich in diesen beiden Jahrzehnten die endgültige Hinwendung zur konkreten Kunst. Hunderte von Skizzen, Konzeptideen, Übungen und Farbstudien zeugen von der Entwicklung verschiedener „Denkmodelle“, die in diese Richtung weisen. Aus diesem Grund sind die Papierarbeiten als ein wichtiger, unverzichtbarer Teil des Gesamtwerkes von Günter Swiderski anzusehen.

 

In seinen aktuellen Arbeiten lässt sich Günter Swiderski von den Klangeigenschaften unterschiedlicher Musikinstrumente inspirieren. Er übersetzt das Timbre in Farben, die Tondauer oder Intervalle in mehr oder weniger breiten Streifen, Linien und Flächen, die Stimmung in Kontraste. Die präzise Formen und die Reinheit der Farben entsprechen genau einer vom Künstler beabsichtigten Wirkung.

 

Betrachten wir diese Bilderserie, stellen wir fest, dass der „späte“ Swiderski zwar Quadrate und Farben liebt, systematisch und geradlinig bei seiner Arbeit vorgeht, hartnäckig seine Ziele verfolgt, aber auch ein wenig zaubern kann, denn seine Bilder ziehen uns in ihren Bann. Beim Betrachten vergleichen wir ständig Dinge, ohne wirklich zu wissen, nach welchen Kriterien wir dies tun. Ist es die Schönheit, oder eher ein Gleichgewicht, das Flimmern der Farben, oder die Räumlichkeit, auf die wir unterschwellig reagieren? Meeresrauschen, in rot oder blau?  Jedenfalls niemals in schwarz, und nur selten in grün. Schwarz ist die Abwesenheit von Licht – und Klang –, und grün ist die Natur sowieso. Außerdem nehmen wir grau neben rot – fast schon Swiderskis Lieblingsfarbe – ohnehin als grün war. Diese „im Auge“ erzeugte Wahrnehmung der Komplementär-farben funktioniert sogar mit sehr dunklen Farben.

 

Günter Swiderski

(für Biography

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Aquarell, 33 x 26 cm

   

   

 

Kaltes Gelb

Acryl auf Leinwand

70 x 60 cm