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Sofie Dawo

  

Rot ist nicht meine Farbe

       

http://de.wikipedia.org/wiki/Sofie_Dawo 

    

                                                                                                    

Sofie Dawo war eine Textilkünstlerin. Zeit ihres Lebens beteiligte sie sich an zahlreiche Ausstellungen, und zudem befinden sich Ihre Arbeiten in vielen öffentlichen Sammlungen. Bis zuletzt experimentierte sie systematisch mit den „Seinsbefindlichkeiten“ verschiedenster Materialien, womit in der Sprache der berühmten „Grundlehre“ (Basisstudium der Grundlagen des Gestaltens) der Werkkunstschule in den 1950er Jahren die Eigenschaften eines Stoffes und die sich daraus ergebenden Wirkungen gemeint sind.

Doch Sofie Dawo beschäftigte sich im Laufe ihres schöpferischen Lebens nicht ausschließlich mit Textil. Bei der Inventarisierung ihrer Werke im Rahmen der geplanten Ausstellung in St. Wendel stießen die Mitarbeiter des Stadtmuseums auf fünf verschlossene Kartons, die bis dahin nahezu unbekannten grafischen Blätter aus ihrer Hand enthielten. Es stellte sich heraus, dass diese Grafiken in einem Zeitraum von vier Jahren – zwischen 1960 und 1964 – entstanden waren. Sofie Dawo hatte hier systematisch auf eindrucksvolle Weise die Strukturierung der Fläche, die Wirkung von Farbe und die Möglichkeiten der Organisation elementarer Formen erprobt. Nur einmal war eine kleine Auswahl in einer Ausstellung zu sehen: im Jahre 1964, bei der Galerie Elitzer in Saarbrücken. Dann verschwanden sie aus der Sicht der Öffentlichkeit.

Sofie Dawo war zu Beginn der 1960er Jahre bereits selbst Lehrerin an der Werkkunstschule, und seit 1961 sogar deren stellvertretende Direktorin. Dies bedeutet, dass es bei ihrer Grafik nicht um bloße Übungen handelt, sondern um eine eigenständige Werkgruppe, ein ernst zu nehmendes „Statement“, eine Aussage über die Zielrichtung, die die Künstlerin sich gesetzt hatte. Und sie ist sich in all den Jahren treu geblieben: Obwohl sie ihr grafisches Werk selbst als „freie Arbeit“ einstufte, erkennt man sofort, dass sie für Sofie Dawo eine wichtige Grundlage und Inspira-tionsquelle war, aus der sie bis zu ihrem Lebensende reichlich schöpfte.

„Mit ihrem Tod ist das von Weberei und Kunst handelnde Kapitel saarländischer Kunstgeschichte nach 1945 nun abgeschlossen“, schreibt Sabine Graf in einem Nachruf in der Saarbrücker Zeitung. Diesen Abschluss möchte die Ausstellung im Stadtmuseum St. Wendel gebührend würdigen.

 

Sofie Dawo

  

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Sofie Dawo

(September 2008)