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Sommerforum

 

Brigitte Benkert & Anne Haring

  

Thema Mensch

   

   

Das Stadtmuseum St. Wendel veranstaltet nun mehr seit über fünfzehn Jahren die „Sommerforen“. In diesen Ausstellungen werden in der Regel zwei Künstler vorgestellt, die in ihrer künstlerischen Arbeit auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben, deren Kunst sich aber doch, z. B. über das Thema oder über die „Geschichte im Hintergrund“, berührt. Und so „berühren“ sich in diesem Jahr Anne Haring und Brigitte Benkert über das Thema der figürlichen Menschendarstellungen.

 

Aber was heißt schon „figürlich“? Seit der Postmoderne weiß man, dass alle Bilder oder Skulpturen letztendlich die Ideen eines Künstlers spiegeln, so gesehen sind sie alle abstrakt. Und außerdem wird das, was wir sehen, von unseren eigenen Erfahrungen und Sehgewohnheiten bestimmt. Wir sehen, wenn man so will, ebenso abstrakt, weil wir nur verstehen, was wir gelernt haben. So spielen die beiden Künstlerinnen mit diesen unterschiedlichen Wahrnehmungsebenen – und nehmen uns auf einer Erkundungstour durch ihre grundverschiedenen Welten mit.

 

Die zarten Zeichnungen von Brigitte Benkert wirken wie eine Choreographie. Jeder Schritt der Figur ist wie in einer Partitur festgelegt, sie tänzelt nach oben, nach links oder rechts auf dem Papier. „Nur die Linie zählt und diese führt mich überall hin“, sagt die Künstlerin. Eine Geschichte entwickelt sich, breitet sich auf der Bildfläche aus und wir folgen ihrer Spur. Ist es unsere Geschichte? Welche Rätsel sollen wir lösen? Es kommt uns vor, als müssten wir uns an etwas erinnern, aber es gelingt uns nicht.

        

Die Bildhauerin Anne Haring präsentiert ihren begehbaren „Figurenhain“ von 36 Eisenplastiken, auf Sockeln montiert, so dass wir den einzelnen Figuren auf Augenhöhe begegnen. Kontrastierend dazu zeigt sie „Menschen“ oder Teile eines menschlichen Körpers, als Fragment (z. B. Büste oder ein Beinpaar) oder als Hohlform, als „Hülle“. Diese Figuren stellen keine Personen da, sie sind nicht erkennbar männlich oder weiblich, ihre Gesichtszüge und Haltung sind vollkommen neutral, sie vermitteln keine Bewegung, Handlung oder Emotion. Weil die Figur (oder der „Ausschnitt“) aber als „Mensch“ so erkennbar ist, wird dem Betrachter erst auf dem zweiten Blick bewusst, dass das Thema der Künstlerin grundsätzlich abstrakt ist: Anne Haring setzt sich mit Volumen, mit der Form an sich und mit deren Präsenz im Raum auseinander.

       

          

            

            

                

                 

                   

                   

                  

 

Informationen zum Künstler

   

 

Anne Haring    &    Brigitte Benkert

 

(für Informationen auf Namen klicken)