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25 Jahre Mia-Münster-Haus in St. Wendel –

Ausstellung zum runden Geburtstag der Namensgeberin des Hauses

 

In der neuen Ausstellung mit Werken der Malerin Mia Münster (1894-1970) stehen Modezeichnungen und Landschaftsbilder aus der Zeit von 1925 bis 1945 im Mittelpunkt. Die Modezeichnungen entstanden zwischen 1925 und 1932, als die Künstlerin die Reimann-Schule für Kunstgewerbe in Berlin  besuchte und dort anschließend als Gebrauchsgraphikerin arbeitete. Die zwanziger Jahre, „…als der Bubikopf regierte und die elegante Zigarettenspitze, als die leicht entblößte Schulter und der absichtsvoll verrutschte Rock Emanzipation signalisierten…“ (Gerd Pressler in ART-Magazine) – hat Mia Münster meisterhaft in zahlreichen Skizzen, Zeichnungen und Aquarellen festgehalten. Sie bilden einen ersten Höhepunkt im Schaffen der Künstlerin.

 

1933 war es mit dieser Freiheit (und Freizügigkeit) vorbei. Die Zeitschriften, für die sie gearbeitet hatte, wurden verboten oder „gleichgeschaltet“. Es gab keine Arbeit mehr für sie. Zurück ins Saarland versuchte sie sich als freie Künstlerin zu behaupten. Nachdem das Saarland 1935 „heim ins Reich“ gekommen war, gehörte – um als Künstler überleben zu können – die Mitgliedschaft in der Kulturkammer dazu. So bekam Mia Münster den Auftrag, gemeinsam mit Künstlerkollegen die evakuierten, durch den Frankreich-Feldzug zerstörten Dörfer im Grenzgebiet („zwischen Westwall und Maginot-Linie“, wie 1941 eine Ausstellung hieß) in Bildern festzuhalten. Verlassene Dörfer und menschenleere Straßenzüge sind stille Zeugen der zerstörerischen Auswirkungen des Krieges. Trotz allem bilden diese Werke einen weiteren Höhepunkt in ihrem Œuvre.

 

Mia Münster gehört einer Künstlergeneration an (geboren zwischen 1890 und 1910), die heute in der Kunstgeschichte als „die Verschollene Generation“ bezeichnet wird. Sie sind weitgehend unbekannt geblieben. Der Hauptgrund hierfür ist, dass diese Künstler durch den Krieg keine Existenz aufbauen konnten, und nach dem Krieg bereits eine neue Generation in den Startlöchern stand. Hinzu kam, dass die ältere Generation dem Gegenständlichen noch sehr verhaftet war und somit ihre Arbeit in der neuen, „gegenstandslosen“ Nachkriegszeit nicht mehr ernst genommen wurde.

Dauer der Ausstellung: bis 1. Juni. VERLÄNGERT BIS ZUM 3. AUGUST !

Der Katalog wird am Freitag, dem 25. April – fast auf den Tag genau 25 Jahre seit Eröffnung des Museums – um 19.30 Uhr in einer feierlichen Runde dem Publikum präsentiert.

Darüber hinaus bietet das Museum St. Wendel ein abwechslungsreiches Begleitprogramm zur Ausstellung, mit Führungen oder Kinderworkshops an. Anmeldungen für die vier Malworkshops (ab 8 Jahre) unter der Leitung der Künstlerin Mane Hellenthal (jeweils samstags, am 3., 10., 17. und 24. Mai, von 14 bis 16.30 Uhr) werden bereits entgegengenommen: Tel. 06851 809 1945. Kostenbeitrag: 8 Euro pro Kind, inkl. Materialkosten.

 

Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr: 10-16.30 Uhr, Do 10-18 Uhr, Sa 14-16.30 Uhr, So (und an Feiertagen, außer Mo): 14-18 Uhr. Bitte beachten Sie: Karfreitag ist das Museum geschlossen!