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August Clüsserath - Gemälde und Grafik

 

Anlässlich des 50. Todesjahres von August Clüsserath würdigt das Museum St. Wendel das Schaffen dieses bedeutenden saarländischen Künstlers in einer Ausstellung, die anhand von fast 100 Arbeiten die Hauptlinien seines Werkes nachzeichnet - von der Gegenständlichkeit bis zur Abstraktion.

Geboren 1899 in Völklingen-Fenne, studierte August Clüsserath von 1926 bis 1932 an der Staatlichen Schule für Kunst und Kunstgewerbe in Saarbrücken. Nach einigen Jahren in Berlin kehrte er 1949 ins Saarland zurück und spielte eine Schlüsselrolle in der regionalen Kunstszene. 1950 war er Mitbegründer der "Neuen Sezession", 1957 gehörte er als Gründungsmitglied der "neuen gruppe saar" an. Als Kunsterzieher an Völklinger Gymnasien verdiente er seinen Lebensunterhalt. 1966 verstarb er mit 67 Jahren in Saarbrücken.

In August Clüsseraths Werk kreuzen sich viele Tendenzen der Kunst des 20. Jahrhunderts. Er begann mit gegenständlichen Arbeiten, die trotz ihres Realismus bereits auf die Verselbständigung von Farbe und Form in seinen späten Jahren voraus weisen. Sein eigener Stil entwickelte sich inspiriert von der Neuen Sachlichkeit, dem Bauhaus und dem Kubismus, und führte ihn zu Beginn der 1950er Jahre schließlich in die Abstraktion mit kompakten Farbflächen und gestischen Setzungen. Damit schloss er auf zu den international tonangebenden Tendenzen des Informel und des Abstraktion Expressionismus.

Die ausgestellten Werke stammen überwiegend aus dem Nachlass des Künstlers, der vom Zentrum August Clüsserath e.V. verwaltet wird. Sie werden um Leihgaben aus dem Besitz des Landes sowie des Saarlandmuseums/Moderne Galerie ergänzt. Neben knapp 30 Ölgemälden wird eine große Anzahl an Zeichnungen gezeigt. Die Papierarbeiten bilden eine zentrale Gruppe im Werk von August Clüsserath: Insgesamt sind es weit über 1000 Blätter. In St. Wendel wird eine exemplarische Auswahl zu sehen sein, darunter Blätter, die noch nie zuvor öffentlich gezeigt wurden.

Es erscheint ein Katalog (Deutsch/Französisch) mit zahlreichen Abbildungen sowie mit einem Grußwort von Kultusminister Ulrich Commercon, Schirmherr der Ausstellung, einem Vorwort von Cornelieke Lagerwaard und einem Text zum Werk von August Clüsserath von der Kunsthistorikerin Beate Kolodziej.

Am 8. Januar 2017, um 15 Uhr, führt Beate Kolodziej udurch die Ausstellung.

Die Ausstellung dauert bis Sonntag, 15. Januar 2017.

Im Sommer 2017 wird einen Teil der Ausstellung von der Abbaye de Neumünster in Luxemburg übernommen.  

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